Sie sind hier: Home » Eckental wird demenzsensibel – so viel ist bisher passiert
Eckental. Ein guter Ort zum Leben für Menschen aller Altersgruppen, egal ob mit oder ohne Demenz – das will der Markt Eckental werden. Seit etwas mehr als einem halben Jahr arbeitet die Marktgemeinde offiziell daran, eine demenzsensible Kommune zu werden. Einiges hat sich seitdem bereits getan, sagt Sylvia Steinbach, im Eckental Rathaus Koordinatorin für Seniorenangelegenheiten.
Einer der ersten Schritte: Eine Steuerungsgruppe hat sich zusammengefunden. Die Mitglieder beraten über Schritte und unterstützen Steinbach in ihrer Arbeit, sind aber auch Ansprechpersonen für Bürgerinnen und Bürger. Auch ein Logo für das demenzsensible Eckental gibt es inzwischen. Dass Demenz ein Thema ist, das viele Menschen beschäftigt, wurde beim Eckentaler Seniorentag im Herbst deutlich: Mehrere hundert Senioren sowie An- und Zugehörige informierten sich im Rathaus über drängende Fragen. Die Themen waren breit gefächert: Wie zeigt sich Demenz? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es vor Ort? Wie kann ich rechtlich vorsorgen, falls ich selbst in Zukunft erkranken werde? Beim Sommerfestival im Park waren Steinbach und Mitglieder der Steuerungsgruppe ebenso präsent wie bei anderen Veranstaltungen. Ihre Anliegen dabei: Auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz aufmerksam machen, aufklären, Hilfen aufzeigen. Dafür wurden mehrere Give-aways wie Postkarten, Taschen und Blöcke entworfen.
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Auch die jüngste Veranstaltung zum Thema „Demenz“ stieß auf großes Echo: Am Montag, 9. Februar, fand ein Kinoabend statt, gezeigt wurde der Hollywoodfilm „Still Alice“. Danach stellten sich kurz Vertreter lokaler Unterstützungsangebote vor und standen für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Der Bedarf nach Informationen zum Thema Demenz ist offensichtlich groß: Der Kinosaal war bereits nach wenigen Tagen komplett ausgebucht. Für Bürgermeisterin Ilse Dölle ist die demenzsensible Kommune schon jetzt ein gelungenes Vorhaben: „Demenz geht uns alle an – direkt oder indirekt. Mir ist es wichtig, dass wir in Eckental offen darüber sprechen, Berührungsängste abbauen und konkrete Unterstützung anbieten. Eine demenzsensible Kommune entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch Aufmerksamkeit, Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme im Alltag. Genau diesen Weg gehen wir gemeinsam.“ Und die nächsten Aktionen und Veranstaltungen werden bereits geplant – so wird es wieder einen Eckentaler Seniorentag geben. Außerdem laufen die Vorbereitungen für eine Autorenlesung und für Schulungen für Angehörige sowie Vereine und Institutionen.