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Eckental. Wie sprechen wir am besten mit unserem an Demenz erkrankten Angehörigen? Welche Möglichkeiten gibt es, um uns das Zusammenleben zu erleichtern? Und wie gestalten wir unseren Alltag? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des nächsten Seniorentags in Eckental. Er findet am Samstag, 25. April 2026, im Rathaus statt.
Seit einigen Monaten arbeitet der Markt Eckental daran, eine „demenzsensible Kommune“ zu werden. Das Ziel: Demenz aus der Tabuzone holen und für Erkrankte sowie ihre An- und Zugehörigen gute Lebensbedingungen schaffen und Unterstützung anbieten. Schon im Oktober stand daher der dritte Eckentaler Seniorentag unter dem Motto „Demenz – verstehen, vorbeugen, begleiten“. Aufzeichnungen der damaligen Vorträge finden sich hier.
Nun ist der vierte Seniorentag ganz dem Thema „Demenz – verstehen, Wege finden, Strategien für den Alltag“ gewidmet. Sylvia Steinbach, die Koordinatorin für Seniorenangelegenheiten der Marktgemeinde, organisiert die Veranstaltung. Sie hat ein Programm zusammengestellt, bei dem praktische Aspekte im Mittelpunkt stehen. Die Referentinnen geben beispielsweise Tipps zu gelungener, wertschätzender Kommunikation, empfehlen Hilfen im Alltag und geben Anregungen, wie sich Menschen mit Demenz gut beschäftigen können. Außerdem stellen sie die Angehörigenschulungen vor, die im Rahmen der Initiative „demenzsensible Kommune“ angeboten werden.
Das gesamte Programm finden Sie hier
Darüber hinaus gibt es beim Seniorentag zahlreiche Infostände und natürlich Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich auszutauschen. Pflegende Angehörige können ein Angebot der AWO nutzen: Geschulte Ehrenamtliche bieten im Rathaus an, Menschen mit Demenz während des Seniorentages zu betreuen.
Der Seniorentag startet um 10.30 Uhr im großen Sitzungssaal. Nach einer kurzen Eröffnung zeigt das Theater „DAS BAUMANN“ das Stück „Das Ich verreist“. Es thematisiert die Erinnerung eines Menschen, der seine Eindrücke verarbeitet und aufbewahrt. Doch eines Tages geschieht etwas Unerhörtes: Die Erinnerungen verschwinden, Informationen fehlen – das verunsichert, beunruhigt, kann sogar aggressiv machen. Am Ende steht die völlige Hilflosigkeit.
Danach beginnen die Vorträge. Der Seniorentag ist rollstuhlgerecht und der Eintritt frei. Die Nachbarschaftshilfe sorgt mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl. Das gesamte Programm findet sich online auf www.eckental.de. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Veranstaltung wird gefördert durch den Bayerischen Demenzfonds.